GESCHLOSSEN BAUEN:
UNBEMERKT, UNGESTÖRT UND UMWELTSCHONEND.

Als Voraussetzung für den qualifizierten Bau von Abwasserleitungen und -kanälen – ob Neubau oder Erneuerung – steht grundsätzlich eine sorgfältige Planung. Mit Rohrsystemen aus Steinzeug stehen einhundert Prozent sichere, kalkulierbare Planungsgrößen zur Verfügung. Für die zuverlässige Planung müssen die Baugrundverhältnisse (Geologie, Boden, Grundwasser), die örtlichen Verhältnisse (z.B. Verkehrslage und -lasten, Morphologie, Niederschlagsmengen, Schutzgebietsunterweisungen) sowie die Abwasserqualität und -menge berücksichtigt werden. Danach richtet sich auch die Entscheidung für den Einbau von Muffenrohren im offenen Graben oder von Vortriebsrohren in geschlossener Bauweise.

Die unterirdische Bauweise bietet eine Menge überzeugende Vorteile in wirtschaftlicher, umweltrelevanter und sozialer Hinsicht – und das seit mehr als 30 Jahren.

 

EINSATZBEREICHE

  • Erschließung von Neubaugebieten
  • Erneuerung im Bestand
  • Hausanschlüsse
  • Unterquerung von Straßen / Autobahnen
  • Unterquerung von Bahnanlagen
  • Unterquerung von Gewässern
  • Querung von Wassergewinnungsgebieten

Erhöhte Nutzungsdauer

  • Besonders hohe bauliche Qualität und Sicherheit des Kanals
  • Hohe Reserven der Vortriebsrohre für den Kanalbetrieb
  • Setzungsärmstes Bauverfahren

Geringere Bauzeiten

  • Keine besondere Störung der technischen Infrastruktur
  • Bürgerfreundlich: Keine Störung des oberirdischen Lebens, z. B. von Einkaufsstraßen oder Verkehrswegen; keine Lärmbelästigung

 

Schutz der Erdoberfläche 

  • Minimale Eingriffe von oben
  • Umweltfreundlich durch Schonung von Flora und Fauna

Schutz der Arbeiter

  • Sehr hohe Arbeitssicherheit

 

Grundwasserschutz

  • Schonung des Grundwassers 
  • Bauen ohne Grundwasserabsenkung

Positive Energiebilanz

  • Weniger Bau- und Transportgeräte
  • Kürzere Transportwege
  • Deutliche Reduzierung von CO2-Emissionen und Feinstaub

    

 
Referenzliste
Referenzliste
Geschlossene Bauweise
 

TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN

Vortriebsrohre unterliegen ganz besonderen Belastungen, müssen höchsten Ansprüchen genügen, eine Vielfalt spezieller Anforderungen erfüllen und auf die Maße und Gegebenheiten der Vortriebsmaschinen abgestimmt sein. Steinzeug-Vortriebsrohre leisten das, da ihre ausgezeichneten Eigenschaften und ihre hochklassigen technischen Spezifikationen das zulassen:

  • millimetergenaue Bearbeitung der Spitzenden durch Schneiden, Fräsen und Schleifen
  • planparallele Stirnflächen für gleichmäßige Druckübertragung und Spannungsverteilung
  • Führungsringe DN 200 bis DN 1400 aus Edelstahl
  • profilierte Dichtgummis (Kautschukelastomer) an den Außenkanten des Führungsringes zur 
    Verhinderung von Eindringen von Boden in den Dichtbereich
  • Verbindungssystem mindestens 2,4 bar innen- und außendicht (Wasserdichtheit)
  • Druckübertragung von Rohr zu Rohr über Spanholz (DN 200 bis DN 1400)
  • werkseitige Montage von Rohren, Führungsringen und Druckübertragungsringen
  • baustellenbezogene Fertigung der Bentonit- oder Injektionsstutzen. Gewindehülse und 
    Verschlussstopfen in Edelstahlqualität 

Die für den Bau von Abwasserleitungen wichtigsten Technologien sind der gesteuerte Pilotrohrvortrieb und das Microtunneling. Voraussetzung für den Einsatz beider Verfahren ist eine detaillierte Baugrunderkundung.

 

Rohrvortrieb Schaubild

„NO DIG – Warum Gräben aufreißen, wenn es bessere Lösungen gibt!“ lautet die Begrüßung auf der Homepage der GSTT German Society for Trenchless Technology e.V. In der Tat gibt es für das grabenlose Bauen eine Menge guter Gründe – einige sind bereits genannt. Die Wirtschaftlichkeit der unterirdischen Bauweise spielt aber in Hinblick auf den Vergleich mit der offenen Bauweise eine ganz besondere Rolle und die sieht so aus: Neben den so genannten direkten Baukosten (auch Projektkosten) müssen auch die so genannten indirekten Kosten (auch Gemeinkosten oder Drittkosten) berücksichtigt werden. Liegen die direkten Kosten bei der Rohrvortriebstechnik moderat über jenen der offenen Bauweise, verhält es sich bei den indirekten Kosten genau umgekehrt, und das kann in erheblich höherem Maße der Fall sein.

 

LogoleisteLogoleiste