Wachstumsmetropole Wrocław
Erneuerung im bestand

Autor: Katarzyna Połańska-Zorychta, Steinzeug Keramo

„Wrocław (Breslau) ist die polnische Metropole mit dem größten Wachstum innerhalb der vergangenen zehn Jahre“. So steht es im ‚Report on Polish Metropolitan Areas 2015‘, der von Wirtschaftsexperten im September diesen Jahres herausgegeben wurde. Zu dieser dynamischen Entwicklung tragen sicher auch die umfangreichen Investitionen in die unterirdische Infrastruktur der Stadt bei. So berichtete unser Steinzeug-Report im Frühjahr über ein inzwischen fertiggestelltes 53 Millionen €-Kanalbauprojekt in der Innenstadt mit finanzieller Unterstützung der EU. Aktuell wird am Rande der Stadt in die Erneuerung des Kanalnetzes investiert.

Die Wasserwerke MPWik S.A. Wrocław und der Investor Wrocławskie Inwestycje Sp. z o.o. beauftragten das Ingenieurbüro Projsan Zdzisław Żytkiewicz mit der Planung für die abschnittsweise Erneuerung des Kanalnetzes in den Straßen Marszowicka, Wolska, Dolnobrzeska, Średzka und Eluarda im Nordwesten von Wrocław.

Aus der guten Erfahrung hinsichtlich Nutzungsdauer, Abriebfestigkeit, Wasserdichtheit und chemischer Beständigkeit und der daraus resultierenden Wirtschaftlichkeit gehörte die Verwendung von Steinzeugrohren vom Planungsbeginn an dazu.

So wurden seit Mitte Dezember 2014 bis heute für den offenen Einbau Steinzeug-rohre in den Nennweiten DN 150 bis DN 600 verwendet, für den geschlossenen Einbau Steinzeug-Vortriebsrohre in den Nennweiten DN 500 und DN 600.

Offene Bauweise  

274 m Steinzeugrohre DN 150
20 m Steinzeugrohre DN 200
428 m Steinzeugrohre DN 250  
38 m Steinzeugrohre DN 300  
60 m Steinzeugrohre DN 400
407 m Steinzeugrohre DN 500  
52 m Steinzeugrohre DN 600

Geschlossene Bauweise    

55 m Steinzeugrohre DN 500    
160 m Steinzeugrohre DN 600

Der Einbau in den sandig-lehmigen und tonigen Untergrund erfolgte in sehr unterschiedlichen Tiefen: Im offenen Graben zwischen 1,50 m und 4,40 m, im Rohrvortriebsverfahren zwischen 1,70 m und 3,60 m; der Grundwasserspiegel liegt in 2 m unter Geländeoberkante.

Nur durch den Einsatz des Rohrvortriebsverfahrens war der Bau der Kanal-leitung in einer Straße erst möglich: ihre Enge und die dadurch blockierte Durchfahrt verhinderten den Einbau im offenen Graben.

Die Kosten für dieses Projekt tragen die Auftraggeber zu unterschiedlichen Teilen: Der Investor übernimmt rund 2,3 Mio €, die Wasserwerke 678.000 €. Wie schon für das  Kanalbauprojekt in der Innenstadt ist auch das investierte Geld in die Baumaßnahmen am Rande der Stadt eine Investition in die Zukunft.

 

Auftraggeber: Wrocławskie Inwestycje Sp. z o.o. + MPWik S.A. Wrocław | Planung: Biuro Inżynierskie Projsan Zdzisław Żytkiewicz, Wrocław | Bauausführung: SKANSKA S.A., Wrocław; PEBUD Sp. z o.o., Wrocław | Baustofffachhändler: HTI BP Sp. z o.o., Śląsk

 

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