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Steinzeug für flämisches „Künstlerdorf“
Nicht nur rohre – auch 29 schächte

Autor: Joeri Hamal, Steinzeug-Keramo N.V.

Sint-Martens-Latem – Deurle ist eine Doppelgemeinde in der belgischen Provinz Ostflandern, nur 15 Autominuten von Gent entfernt. Sie trägt zu Recht den Beinamen „Künstlerdorf“, da hier die Wiege des flämischen Expressionismus steht. An den idyllischen Ufern der Leie haben sich zahlreiche Maler, Bildhauer, Schriftsteller und Dichter niedergelassen und sich von der Natur inspirieren lassen.

Erweiterung des Kanalnetzes

Auch „Künstlerdörfer“ brauchen eine geregelte und sichere Infrastruktur und das gilt selbstverständlich auch für die Abwasserentsorgung. So erweiterten die „Vlaamse maatschappij voor sociaal wonen“ (eine öffentliche, autonome Wohnungsverkaufs- und Vermietungsagentur) und die private Matexi N.V. im vergangenen Jahr am östlichen Rand der Gemeinde in der Keistraat im Rahmen einer Neubebauung (Sozialwohnungen) das Kanalnetz: 1.000 m Steinzeugrohre in der Nennweite DN 250 sowie 690 m Grundstücksanschlussleitungen DN 150 wurden im offenen Graben eingebaut; ergänzt wurde das System mit dem Einbau von 29 Schächten in einer Tiefe von rund 4 m. Betreiber ist künftig – wie für das gesamte Netz – der Wasser- und Abwasserbetrieb Farys gemeinsam mit der Gemeinde.

Umstellung auf Trennsystem

Mit diesem Neubauprojekt ging zur Entlastung der Kläranlage auch die Umstellung vom Kanal-Mischsystem zum -Trennsystem einher. Allerdings bedeutet das auch, dass das Schmutzwasser länger in der Rohrleitung verweilt, von geringen Wassermengen durchspült wird und Korrosion dadurch begünstigt ist. Für die Bau-Verantwortlichen stellte das aber kein Problem dar: Sie entschieden sich für den Einsatz von Steinzeug – sowohl für die Rohre und Formstücke als auch für die Schächte, denn Steinzeug garantiert ein Höchstmaß an Korrosionssicherheit und Dichtheit. 

Das flämische „Künstlerdorf“ entscheidet sich für Systemlösungen aus Steinzeug.

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Auftraggeber: Matexi N.V. Waregem | Betreiber: Wasser- und Abwasserbetrieb Farys, Gent und Kommune Sint-Martens-Latem | Planung: Studiebureel Lesaffre N.V., Gent | Bauausführung: Tavernier N.V.

 

 

 

 

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