Neubau und Erweiterung
Slowakei: Millionen für die Infrastruktur

Autor: Ján Pavlík, Steinzeug Keramo

Region Bodva (Ost-Slowakei)

„Zásobovanie pitnou vodou a odkanalizovanie obcí v mikroregióne Bodva“ ist der slowakische Name eines groß angelegten Projekts für den Bau der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung in den Gemeinden der Region Bodva in der Ost-Slowakei. Dazu wurden mit EU-Fördermitteln Leitungen neu gebaut, vorhandene Netze erweitert und die Kapazität einer Großkläranlage erhöht.

Die Gemeinden Veĺká Ida, Jasov, Moldava n/Bodvou, Turňa n/Bodvou, Poproč und Medzev sind ein Teil dieses Projekts. Für sie begann in 2008 die ENVIROLINE GmbH aus Košice (zweitgrößte Stadt der Slowakei) im Auftrag des Wasserverbandes VVS AG, Košice, die Planung für den Neubau und die Erweiterung der Kanalisation. Der Startschuss für die Bauarbeiten fiel September 2014, abgeschlossen waren sie Dezember (2015) diesen Jahres.

Ein großer Teil der in den Bodva-Gemeinden im offenen Graben eingebauten Rohre sind Steinzeugrohre. Das hat seinen guten Grund: Der Wasserverband VVS als Auftraggeber blickt auf gute Erfahrungen damit zurück, die er bei der Erneuerung von Abwasserkanälen in Košice gesammelt hat. Er vertraut auf die Nachhaltigkeit des Werkstoffs. Und so sieht die Verteilung aus:  

5.800 m Steinzeugrohre mit der Nennweite DN 250
13.000 m Steinzeugrohre mit der Nennweite DN 300    
200 m Steinzeugrohre mit der Nennweite DN 400  
6.000 m Hausanschlussleitung mit der Nennweite DN 150

65 % der Gesamtkosten finanziert die EU, 24 % trägt der Wasserverband, und mit 11 % beteiligt sich der Staat.

Stadt Bytča (nordwestliche Slowakei)

Ein zeitlich und inhaltlich vergleichbares Projekt zu dem der Region Bodva startete im Juli vergangenen Jahres in acht Gemeinden des Kreises Bytča im Nordwesten der Slowakei: Der Neubau und die Erweiterung der Kanalisation für mehr als 11.000 Einwohner, der Bau neuer Trinkwasserleitungen für rund 8.000 Einwohner sowie die Modernisierung der alten Kläranlage der Stadt Bytča.Der Wasserverband SeVAK AG, Žilina, beauftragte die PÖYRY Environment AG in Trenčín mit der Planung für den Neubau und die Erweiterung der Kanalisation in den Gemeinden Malá Bytča, Hliník, Kotešová, Veľké Rovné, Kolárovice, Petrovice, Štiavnik und Hvozdnica. Wie der Wasserverband VVS setzte hier auch die SeVak für einen großen Teil der Bytča-Gemeinden auf die Verwendung von Steinzeugrohren. Auch sie haben damit im Rahmen der Erneuerung von Abwasserleitungen in der Stadt Žilina sehr gute Erfahrungen gemacht.

Von April 2015 bis Dezember 2015 wurden im offenen Graben eingebaut:

14.500 m Steinzeugrohre mit der Nennweite DN 300    
700 m Steinzeugrohre mit der Nennweite DN 400  
1.100 m Steinzeugrohre mit der Nennweite DN 500  
3.000 m Hausanschlussleitung mit der Nennweite DN 150

Auch die Finanzierung dieses Millionen schweren Projekts wird ähnlich wie das Bodva-Projekt finanziert: zu 60 % aus EU-Fördermitteln, zu 30 % vom Wasserverband und zu 10 % aus der Staatskasse.

 

Projekt Bodva: Auftraggeber + Betreiber: Wasserverband VVS AG, Košice | Planung: ENVIROLINE GmbH, Košice | Bauausführung: ZIPP BRATISLAVA GmbH, Bratislava; ARPROG AG, Poprad | Baustoff-Fachhändler: Asuan AG, Košice

Projekt Bytča: Auftraggeber + Betreiber: Wasserverband SeVAK AG, Žilina, | Planung: PÖYRY Environment AG, Trenčín | Bauausführung: ZIPP BRATISLAVA GmbH, Bratislava; VSEP AG, Bratislava; VÁHOSTAV SK, AG, Žilina | Baustoff-Fachhändler: Sunob Capital GmbH, Nitra

 

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