Erschließung Gewerbegebiet Parsdorf
Flächendeckend – 2.000 M Steinzeugrohre

Autor: Diana Klose, Steinzeug-Keramo GmbH

Im Mai vorigen Jahres war er besiegelt: der Verkauf des letzten Grundstückes im neuen Gewerbegebiet Parsdorf, einem Ortsteil der oberbayerischen Gemeinde Vaterstetten, fünf Autominuten östlich der Neuen Messe München direkt an der A 94. Rund einen Monat vorher fiel mit dem Spatenstich für einen Baumarkt auch der offizielle Startschuss für die ersten Bauten des Parsdorfer Gewerbegebietes. Bis zum Jahresende verwandelte sich die einst grüne Wiese dann in ein quirliges Areal. Auf einer Fläche von 210.000 m2 siedelten sich nach und nach Unternehmen, Einzelhändler, Fachmärkte, Gastronomie, Gewerbetreibende und Dienstleister an; 90.000 m2 groß sind Erschließungszonen und Grünflächen. Mehr als 250 Mio. Euro für Baukörper und Infrastruktur wurden investiert, ca. 1.000 Arbeitsplätze entstanden. 

Erst unter-, dann oberirdisch

Doch zwischen der grünen Wiese und dem Startschuss für die Bebauung galt es erst einmal, mit den Erschließungsmaßnahmen, wie z. B. für die Ver- und Entsorgung, die Basis dafür zu schaffen. Dazu gehört natürlich auch eine sichere und zuverlässig funktionierende Kanalisation; in Parsdorf ist dafür die gKu VE | München-Ost Ver- und Entsorgung, Poing, zuständig. Sie schrieb das Kanalbauprojekt 2013 öffentlich aus, die GFM Beratende Ingenieure GmbH, München, plante es und die SWIETELSKY Baugesellschaft mbH, Ebersberg, begann bereits im September 2013 mit den Bauarbeiten.  

Sichere Basis im ganzen Gewerbegebiet

Mit ausreichend Platz auf der grünen Wiese lag die Entscheidung für den Bau der Kanalisation in offener Bauweise auf der Hand. Sämtliche Hauptleitungen sowie alle Grundstücksanschlussleitungen bis zum Revisionsschacht sind im gesamten Gewerbegebiet aus Steinzeug gebaut, d. h.: Rund 2.000 m Steinzeugrohre der verschiedenen Nennweiten (siehe Tabelle) und die entsprechende Anzahl an Formstücken wurden im Kiesboden oberhalb des Grundwasserspiegels eingebaut und dabei ca. 7.000 m2 Material ausgehoben.  

Mit projektbedingten Unterbrechungen konnten die Bauarbeiten im März 2014 fertiggestellt werden.

 
 
 
 

Auftraggeber: gKu VE | München-Ost Ver- und Entsorgung, Poing | Planung: GFM Beratende Ingenieure GmbH, München | Bauausführung: SWIETELSKY Baugesellschaft mbH, Ebersberg | Baustofffachhändler: BayWa AG, München

 

 

 

 

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