AMORTISIERUNG VON MILLIONEN
174 KM KANAL FÜR NOWY SĄCZ

Autor: Katarzyna Polanska-Zorychta, Steinzeug-Keramo Sp. z o.o.

Sądeckie Wodociągi Sp. z o.o., Wasserver- und Abwasserentsorgungsunternehmen der rund 83.000 Einwohner zählenden Kreisstadt Nowy Sącz (Verwaltungsbezirk Małopolskim), hat den Neubau von 174 km Kanalrohrleitung öffentlich ausgeschrieben. Die Planung dieses gewaltigen Projekts erfolgte in den Jahren 2007 bis 2011. Bis heute sind davon 113,52 km realisiert, der größte Teil in offener Bauweise.

Fluss gequert, Hindernisse überwunden

Der Bau eines Kanalnetzes in diesem Umfang ist häufig mit einigen Besonderheiten verbunden, und das gestaltete sich auch in Nowy Sącz nicht anders: Auf einer Strecke von 151 m musste der Fluss Poprad unterquert, an verschiedenen anderen Stellen entlang der geplanten Trasse mussten große Überdeckungen und Hindernisse überwunden werden. Für die Flussquerung war der Einsatz des Mikrotunnelings die geeignete Lösung.

Sowohl für den offenen Einbau der Rohre als auch für das Mikrotunneling stellten die angetroffenen Bodenverhältnisse kein Problem dar: Wechsellagerungen von Sand, Lehm, tonigem Sand, Kies und Ton ließen einen guten Baufortschritt in einer Tiefe zwischen 1 m und 7 m zu. Für den offenen Einbau (inkl. Hausanschlussleitungen mit den entsprechenden Formstücken) wurden Steinzeugrohre in den Nennweiten DN 150 bis DN 600 verwendet, für die Unterquerung des Flusses im Mikrotunneling-Verfahren Steinzeug- Verbundrohre DN 600 und für die Überwindung von großen Überdeckungen sowie Hindernissen Steinzeug-Vortriebsrohre in verschiedenen Nennweiten. Die genauen Zuordnungen sind in der Tabelle zusammengefasst.

EU-Mittel gut angelegt

Die Verwendung von Steinzeugrohrsystemen für diese Baumaßnahme war eine ganz klare Entscheidung mit Blick in die Zukunft: die Amortisation. Die Entscheider hatten dabei die chemische, physikalische und mechanische Beständigkeit, die Abriebfestigkeit und die Wasserdichtheit des Rohrmaterials Steinzeug im Blick. Schließlich flossen EU-Mittel in Höhe von 24.874.431,95 € und 40.898.817,28 € eigene Mittel in das gesamte Projekt.

 
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Auftraggeber: Sądeckie Wodociągi Sp. z o.o., Nowy Sącz | Planung: Prac. Proj. Sieci i Instal. Sanit. ISAN, Nowy Sącz; Biuro Projektowe Ekosystem, Kraków; Pracownia Projektowa Marcin Golonka, Nowy Sącz; Biprokom Kraków S.A., Kraków | Bauausführung: MOSTOSTAL Warszawa S.A., Warszawa; MACHNIK, Krynica Zdrój; INTER-BUD, Kraków; ABM SOLID, Tarnów; FEWATERM Sp. z o.o. S.K., Gromnik | Baustofffachhändler: Centrum Materiałów Budowlanych RAMEX Sp. z o.o. S.K.A., Nowy Sącz; HTI BP Sp. z o.o. POŁUDNIE Sp.K., Kraków

 

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