ROSBACH – DIE NEUE LEICHTIGKEIT BEIM VERLEGEN

Im hessischen Rosbach vor der Höhe wurde der zweite Teil eines Gewerbegebietes erschlossen, was für die Kanalisation die Unterquerung einer Bahnstrecke notwendig machte. Die Beteiligten entschieden sich nicht nur für das Material Steinzeug, sondern bei einer Teilstrecke auch gleich für die neueste Entwicklung, das SYSTEM.iX. Grund: die Rohre sind besonders einfach zu verlegen. Auch die Betreuung der Baustelle funktionierte einwandfrei.

Rosbach ist eine verkehrsgünstig gelegene Stadt am Rande des Frankfurter Großraums und hat noch Flächenreserven – das wirkt sich günstig auf die Gewerbeansiedlung aus. Am Ortsrand wird daher seit 2020 ein neues Baugebiet erschlossen, das das bestehende Gewerbegebiet vervollständigt und bis an die Ortsumgehung und die Bahnlinie Friedberg – Friedrichsdorf reicht. Die Abwasserentsorgung wird dabei unter der Bahnstrecke hindurchgeführt.

Die bauliche Erschließung ist ein Projekt, in das die Stadt gut 4 Millionen Euro investiert. Die Planung hat die Ingenieurbüro Ohlsen GmbH aus dem nahen Grünberg, im Auftrag der Stadt Rosbach v. d. H. übernommen. Die Bauausführung im Tiefbau ist nach öffentlicher Ausschreibung an die Strassing GmbH aus Bad Soden übertragen worden. Insgesamt wurden 1500 Meter Abwasserrohre aus Steinzeug für die Schmutzwasserkanalisation bestellt.

Steinzeug überzeugt im gewerblichen Bereich mit chemischer Robustheit und hoher Stabilität

Steinzeug kann im gewerblichen Bereich seine Vorteile der Robustheit und Langlebigkeit besonders gut ausspielen, denn hier fallen oft aggressive Abwässer an. Das Material erweist sich als extrem widerstandsfähig gegen chemische Substanzen und hat exzellente hydraulische Eigenschaften, was bei unregelmäßigem Anfall von Abwässern besonders günstig ist. Dies und die erwiesene Nachhaltigkeit sind wichtige Argumente bei der Materialentscheidung gewesen – sämtliche verlegte Steinzeugkomponenten machten dabei etwa 1,5 Prozent der Investitionssumme aus.

Die Kanäle wurden per offener Bauweise in einem geböschten Graben durch sandig-kiesigen bis schluffigen Boden verlegt. Die Verantwortlichen entschieden sich – wie oft im gewerblichen Bereich – für die Hochlastversion KERA.Pro, bei der auch das Überfahren mit beladenen 40-Tonnern keine Schäden am Material zur Folge hat. Der Hauptsammler hat einen Durchmesser von DN 1400, die Zuführungen beginnen bei DN 150, viele Hochlastbereiche wurden mit Steinzeugrohren des Formats DN 250 H ausgestattet.

Eine neue Verbindungstechnik vereinfacht und beschleunigt die Verlegung

Eine Ausnahme bildet die Bahnunterquerung: Hier musste die geschlossene Bauweise gewählt werden. Zunächst wurde ein Schutzrohr St 610 x 16 mm auf einer Länge von 36 Metern durch den Boden getrieben und in dieses wurde ein KERA.iXP-Rohr als Medienrohr eingefügt. Dabei benutzte man Gleitkufen, über die jedes Einzelstück durch das Mantelrohr herangeführt und dann eingesetzt wurde.

KERA.iXP hat viele Vorteile, von denen die besonders einfache Verlegung einer ist, der zunehmend in die Abwägungen der Projektplaner aufgenommen wird. Gerade in engen Umgebungen, in denen keine schweren Maschinen eingesetzt werden können, beweist sich die Verbindungstechnik iX.LINK, die die Teilstücke regelrecht ineinandergleiten lässt. Die Baupartner waren außerdem sehr zufrieden mit der Produktqualität und der persönlichen Zusammenarbeit vor Ort.


Bauherr:
Stadt Rosbach vor der Höhe

Planer:
Ingenieurbüro Ohlsen GmbH (LP 1-3, 5-9, öBü)

Auftragnehmer:
Strassing GmbH

Baustoff-Fachhändler:
Bieber+Marburg

Zuständiger Gebietsleiter:
Udo Wombacher