CIRCULAR ECONOMIE

Von der Wegwerf- zur Kreislaufwirtschaft

Zunehmende Ressourcenknappheit und der Bedarf für effiziente Abfallreduktion rücken umweltfreundliche Materialien und Produktionsmethoden immer mehr in den Fokus. Deshalb sollte langfristige Nachhaltigkeit zur gängigen Praxis in jeder Branche werden. Bislang zählte das Baugewerbe zu den größten Abfallerzeugern der Welt. Glücklicherweise kann Circular Economy (Kreislaufwirtschaft) dazu beitragen, die damit einhergehenden, negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. 


In diesem Zusammenhang zählen Materialien, die lokal bezogen und einfach wiederverwertet werden können, zu den wichtigsten Parametern. Wenngleich viele Materialien Anspruch auf Wiederverwertbarkeit erheben, bestehen jedoch mitunter große Unterschiede in den tatsächlichen Eigenschaften.

WAS BEDEUTET CIRCULAR ECONOMY? 

Der Begriff steht für eine große Bandbreite an Maßnahmen, die in verschiedenen Phasen des Produktlebenszyklus wirksam werden können. Im Gegensatz zur klassischen linearen Wirtschaft strebt dieser auf Regeneration setzende Ansatz die Minimierung von Abfall, Verschmutzung und Kohlendioxidemissionen, die Verbesserung der Langlebigkeit von Produkten und die Wiederverwendung wertvoller Rohstoffe an.

DIE REGIERUNG FÖRDERT INITIATIVEN

Noch gibt es in Deutschland keinen gesellschaftlichen und politischen Konsens darüber, wie die Kreislaufwirtschaft in einzelnen Branchen konkret ausgestaltet werden soll. Rechtliche Grundlagen sind im Kreislaufwirtschaftsgesetz zwar fest verankert und die Bundesregierung fördert Ansätze aus Wissenschaft und Wirtschaft mittlerweile auch verstärkt in der Gebäudewirtschaft. Best-Practice-Beispiele existieren dagegen erst vereinzelt – auf Basis von Objekten, zumeist als Leuchtturmprojekte der Öffentlichen Verwaltung oder im Rahmen von Showcases. Interdisziplinäre Initiativen wollen daraus ein allgemeines Leitbild entwickeln.

MATERIALIEN AUF KERAMISCHER BASIS –LÖSUNGEN FÜR EINE BESSERE ZUKUNFT

Materialien auf keramischer Basis sind für ihre herausragende Haltbarkeit und hohe Widerstandskraft bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von über hundert Jahren bekannt. Die unvergleichlichen mineralogischen Eigenschaften dieses Materials wurden im Rahmen einer bedeutenden Studie zur Haltbarkeit von Steinzeugrohren im Kanalbau durch das Keramikzentrum Bologna* bestätigt. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass keramische Materialien herausragende Eigenschaften in Bezug auf mechanische Parameter wie chemisch-physikalische Leistung sowie langanhaltende Haltbarkeit und Stabilität aufweisen. Die glatte, kompakte und wasserfeste Glasschicht sorgt für optimale Härte und beste Verschleißfestigkeit. Die lange Nutzungsdauer trägt zur herausragenden Ressourceneffizienz von Materialien auf keramischer Basis bei und macht sie zur idealen Lösung für eine bessere Zukunft.


*Quelle: Centro Ceramico Bologna, Studio sulla durabilità dei tubi in gres ceramico per condotte fognarie (2016). Bologna 

Steinzeugrohre - Verantwortung in der Praxis

Als natürliches Mineral ist Ton eine nahezu unerschöpfliche Ressource. Er ist der Hauptbestandteil unserer Steinzeugrohre. Da im Produktionsprozess keine weiteren Chemikalien oder Zusätze erforderlich sind, kann der ökologische Fußabdruck extrem niedrig gehalten werden. Indem sie Abwasser sicher von den Gebäuden und Straßen zu den Kläranlagen befördern, stellen unsere Rohre einen essenziellen Bestandteil der kommunalen Infrastruktur dar. Steinzeug kann extremen Temperaturen standhalten, weist eine hohe chemische Beständigkeit auf und ist vollständig wiederverwertbar, wenn es aus dem Betrieb genommen wird. Derzeit stammen 30 bis 50 Prozent der Rohstoffe, die in der Produktion von Steinzeugrohren zum Einsatz kommen, von recycelten Tonprodukten. 

Kanalisationssysteme müssen über lange Zeiträume hinweg betrieben werden, sodass ein geringer Wartungsaufwand zu den wichtigsten Voraussetzungen gehört. Reparatur- und Sanierungsarbeiten können teuer werden, sind potenziell umweltschädigend und beeinträchtigen sowohl die Anwohner als auch den Verkehr. Hier bietet der Einsatz von Steinzeugrohren eine ideale Lösung. Sie stellen für die Betreiber eine wirtschaftliche Investition in ein zuverlässiges, zukunftsfähiges Kanalisationssystem dar. Steinzeugrohre sind nicht nur eine kostengünstige und umweltfreundliche Lösung, sondern sind den aus anderen Materialien hergestellten Produkten zudem weit überlegen. Rohre und Formstücke aus Steinzeug erfüllen die Grundvoraussetzungen von Abwassersystemen. Sie sind:

CRADLE TO CRADLE®

  • keine Entsorgung des Produkts auf dem Müll
  • Nutzung erneuerbarer Energien
  • einmal geschöpfte Werte bleiben in einem Kreislauf erhalten

UMWELTGERECHT

  • Herausragende technische, chemische und physikalische Eigenschaften: hohe Festigkeit, Dichte und Härte sowie hohe Verschleiß- und Korrosions- festigkeit
  • Recyclebar

WIRTSCHAFTLICH

  • lange Lebens-, bzw. Nutzungsdauer
  • geringer Wartungs- und Instandhaltungsaufwand
  • kostengünstige Sicherung des Anlagevermögens

GENERATIONENGERECHT

  • keine ständige finanzielle Belastung durch Sanierung/Reparatur/Neubau
  • ressourcenschonend
  • Lebensdauer über 100 Jahre

DEN ÖKOLOGISCHEN KREISLAUF VERBESSERN

Dank unserer effizienten Lieferkette sind wir in der Lage, unsere CO2-Bilanz zu reduzieren und den ökologischen Kreislauf in unserem Unternehmen, und darüber hinaus, zu verbessern. Für den Transport nutzen wir primär Schiffe und Züge anstelle von LKW. Wir beziehen unseren Ton von Quellen in der Nähe unserer Produktionsstätten. Wir recyceln unsere Produktionsabfälle direkt in unseren eigenen Fabriken. Und wir kaufen zusätzliche Keramikabfälle und fungieren so gewissermaßen als Recycling-Center. Zusätzlich kann das Material am Ende seiner Lebensdauer direkt an der Arbeitsstätte behandelt und als Basis für neue Projekte genutzt werden. Das bedeutet: kein Transport, keine CO2-Emission. 

Des Weiteren haben wir einen Energievertrag mit der flämischen Regierung abgeschlossen, in dem wir uns dazu verpflichten, energiesparende Maßnahmen umzusetzen, die jährlich ca. 500 Tonnen CO2 sparen. 

Die Nutzung von Steinzeugrohren ist der erste Schritt in Richtung nachhaltigen Denkens und Handelns. Steinzeug ist zu 100 Prozent recycelbar. Im Gegensatz zu anderen Materialien bleibt es auch im Recycling-Prozess umweltfreundlich. Es werden keinerlei Zusätze oder Chemikalien benötigt und die Qualität des recycelten Materials ist genauso gut wie die des Originals. Wir führen unserem Produktionszyklus nicht nur unsere eigenen wiederverwertbaren Materialien zu, sondern auch externe Abfallprodukte – und das, ohne jegliche Qualitätseinbußen. Unsere Produkte sind ICMQ-zertifiziert. Das bedeutet, dass der Anteil recycelter Bestandteile in unseren Materialien permanent von dritter Seite kontrolliert wird. Steinzeug-Keramo wird auch weiterhin seine Produktionsprozesse optimieren, um den Ansprüchen einer Circular Economy voll und ganz zu entsprechen.

TREFFEN SIE EINE NATÜRLICHE ENTSCHEIDUNG UND
SETZEN SIE AUF STEINZEUG-KERAMO.

Steinzeug-Keramo lässt seine Produkte und Produktionsprozesse zertifizieren. Das Cradle to Cradle®-Zertifikat dokumentiert unser Engagement für die Umwelt und bestätigt unsere an Nachhaltigkeit ausgerichtete Produktphilosophie. Die fünf Hauptkriterien der Cradle to Cradle®-Zertifizierung sind: Materialgesundheit, Kreislauffähigkeit des Materials, Einsatz erneuerbarer Energien und CO2-Management, verantwortungsvoller Umgang mit Wasser und soziale Gerechtigkeit. Unsere Philosophie deckt also weitaus mehr Themen ab als nur umweltfreundliches Recycling.

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